Gummistiefel galten lange als Inbegriff der Hässlichkeit. Dass dies nicht sein muss, zeigen Designer-Labels wie „“Aigle“, „Living Kitzbühl“ oder „Hunter“. Farbenfroh und mit aufgepepptem Look präsentieren sich moderne Gummistiefel bereit für den Stadtbummel im Regenwetter oder für den Herbst- und Frühjahrsurlaub an der See.
Natürlich finden sich auch immer noch die farblosen, schlichten Arbeitsmodelle im Unisexformat in den Regalen, jedoch nicht mehr ausschließlich. Erfunden hat die Gummistiefel eigentlich die südamerikanische Urbevölkerung. Sie tränkten ihre Stoffschuhe in Naturkautschuk. Die Schuhe wurden nicht nur wasserdicht, sondern auch haltbarer.
Erst Reifen dann Gummistiefel
Wer hochwertige Gummistiefel sucht, sollte auch heute noch auf jene zurück greifen, die aus eben jenem Naturstoff hergestellt werden, oder zumindest einen sehr hohen Gummianteil aufweisen. Bis jedoch die Gummistiefel sich auch in Europa durchsetzten, sollte es noch bis ins Jahr 1840 dauern.
Erst als Charles Goodyear den Vulkanisierungsvorgang entdeckte und somit Gummiprodukten eine neue Qualität verlieh, wurden sie auch für die Verbraucher interessant. Abnehmer der ersten Gummistiefel waren Landleute und die britische Armee. In jene Zeiten reichen auch die Gründungen der bekanntesten Marken zurück.
Modisch und Trendig
Der Amerikaner Hutchinson kaufte die Goodyear – Lizenz und gründete Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich „A l’Aigle“, heute als „Aigle“ bekannt. Ein anderes Label wurde ebenfalls in jenen Jahren gegründet – „Hunter“ – sogar Hoflieferant des Königshauses.
Die Einführung des wasserfesten Gore-Tex brachte in den 80igern fast das Aus für Gummistiefel. Erst als kurz vor Jahrtausendwende Country-Style wieder in wurde, erhielten auch Gummistiefel neue Nachfrage – jetzt in modischem Outfit und sogar für den roten Prominententeppich gut genug.










