Mokassin

In einen Mokassin schlüpft man hinein und fühlt sich vom weichen Leder, der Leichtigkeit des Mokassin selbst und der biegsamen Sohle freundlich aufgenommen. Aus dem „Mohkisson“ der Algonkinsprache wurde der Mokassin und auch in der Herstellung hat sich einiges geändert.

Der Gang im Original – Mokassin der amerikanischen Ureinwohner würde heute für viele wohl eher an einen Marterpfahl erinnern. Die Sohlen waren sehr dünn und sehr weich. Keine Abfederung beim Laufen, bei Regen ständig nasse Füße und eine Stütze für den Fuß war der alte Mokassin auch nicht.

Indianerschuh aus weichem Leder

Für viele indianische Völker war aber eben jene Schuhart so genau richtig, denn es galt, Feingefühl für den Untergrund, auf dem man sich bewegte, zu entwickeln. Die Schuhe der Bergindianer waren dagegen häufig mit einer zusätzlichen Lederlaufsohle ausgestattet, denn hier war der Schutz der Fußsohle wichtig und die Haltbarkeit der Schuhe.

Da das Laufen auf heutigen Strassen und Gehwegen eher zur Tortour in solchen Schuhen gereichen würde, findet man kaum noch echte Mokassin in den Regalen der Schuhgeschäfte.

Flache Halbschuhe sind geblieben

Geblieben ist die Form als Schlupfschuh, häufig flach, aber auch mit leichtem Absatz ausgestattet und typische Verzierungen. Verändert hat sich der Sohlenaufbau, der auch das Laufen auf heutige Wege weitestgehend schmerzfrei ermöglicht.

Da der Mokassin dennoch ein leichter Sommerschuh geblieben ist, sollte man ihn nicht zu lange tragen und wer Fußprobleme hat, verzichtet besser auf den Schönwetter-Indianer.

Denn auch wenn der Mokassin nicht nur als flacher Halbschuh, sondern auch als Stiefel oder Ankle Boots angeboten wird, bleibt er doch ein Schuh für sonnige Sommertage.